Q-Control
In der Rasterkraftmikroskopie werden
häufig dynamische Betriebsarten eingesetzt, bei denen die
mikromechanische Messsonde im Gegensatz zum statischen Betrieb nur
kurzzeitig mit der zu untersuchenden Oberfläche wechselwirkt. Dadurch
ist es prinzipiell möglich, die durch den Messprozess auf die Probe
ausgeübten Kräfte zu verringern. Das Q-Control Modul stellt eine
Modifikation bzw. Erweiterung des Rasterkraftmikroskops in Form eines
zusätzlichen Rückkoppelkreises dar. Mit seiner Hilfe lässt sich die
effektive Güte des dynamischen Systems erhöhen. Dies erlaubt eine
weitere erhebliche Minimierung der zwischen der Messsonde und der Probe
wirkenden Kräfte.
Verschiedene Anwendungsbeispiele zeigen, dass zahlreiche empfindliche
Oberflächenstrukturen, insbesondere aus dem Bereich der ultradünnen
organischen Schichten, oder biologische Proben unter Flüssigkeiten nur
unter Verwendung einer solchen aktiven Gütesteuerung zerstörungsfrei
abgebildet und charakterisiert werden können. Darüber hinaus lässt sich
in vielen Fällen mit Hilfe des Q-Control Verfahrens die bzgl. der
Oberflächentopographie maximal erreichbare Auflösung bzw. im Falle von
magnetischen oder elektrostatischen Feldverteilungen die
Messempfindlichkeit deutlich verbessern.
